Otros dos extractos de la ópera de tres chavos con texto de Brecht, convertido en un clásico, se cita cada dos por tres, es de absoluta presencia en la vida cotididana.
Os he subido el trozo entero sin cortar con aplausos y todo , pero sin vahídos, dedicado a Brecht/Weill en este concierto del Japón.
DivShare File - 05 - ÉgÉâÉbÉN 5.mp3Bertolt Brecht - Das Salomon-Lied / Salomon-Song
Zitat
Ihr saht den weisen Salomon
Ihr wißt, was aus ihm wurd.
Dem Mann war alles sonnenklar
Er verfluchte die Stunde seiner Geburt
Und sah, daß alles eitel war.
Wie groß und weis war Salomon!
Und seht, da war es noch nicht Nacht
Da sah die Welt die Folgen schon:
Die Weisheit hatte ihn so weit gebracht!
Beneidenswert, wer frei davon!
Ihr saht die schöne Kleopatra
Ihr wißt, was aus ihr wurd'!
Zwei Kaiser fielen ihr zum Raub.
Da hat sie sich zu Tode gehurt
Und welkte hin und wurde Staub.
Wie groß und schön war Babylon!
Und seht, da war es noch nicht Nacht
Da sah die Welt die Folgen schon:
Die Schönheit hatte sie so weit gebracht -
Beneidenswert, wer frei davon!
Ihr saht den kühnen Cäsar dann
Ihr wißt, was aus ihm wurd.
Der saß wie'n Gott auf dem Altar
Und wurde ermordet, wie ihr erfuhrt
Und zwar, als er am größten war.
Wie schrie der laut: Auch du, mein Sohn!
Denn seht, da war es noch nicht Nacht
Da sah die Welt die Folgen schon:
Die Kühnheit hatte ihn so weit gebracht!
Beneidenswert, wer frei davon!
Ihr kennt den redlichen Sokrates
Der stets die Wahrheit sprach:
Ach nein, sie wußten ihm keinen Dank
Vielmehr stellten die Obern böse ihm nach
Und reichten ihm den Schierlingstrank.
Wie redlich war des Volkes großer Sohn!
Und seht, da war es noch nicht Nacht
Da sah die Welt die Folgen schon:
Die Redlichkeit hatt' ihn so weit gebracht!
Beneidenswert, wer frei davon!
Der heilige Martin, wie ihr wißt
Ertrug nicht fremde Not.
Er sah im Schnee einen armen Mann
Und er bot seinen halben Mantel ihm an
Da frorn sie alle beid zu Tod.
Der Mann sah nicht auf irdischen Lohn!
Da sah die Welt die Folgen schon:
Selbstlosigkeit hatt' ihn so weit gebracht!
Beneidenswert, wer frei davon!
Hier seht ihr ordentliche Leut
Haltend die zehn Gebot.
Es hat uns bisher nichts genützt.
Ihr, die am warmen Ofen sitzt
Helft lindern unsre große Not!
Wie kreuzbrav waren wir doch schon!
Und seht, da war es noch nicht Nacht
Da sah die Welt die Folgen schon:
Die Gottesfurcht hat uns so weit gebracht!
Beneidenswert, wer frei davon!
Ballade Von Angenehmen Leben
Dreigroschenoper
Ihr Herren, urteilt jetzt selbst: Ist dass ein Leben?
Ich finde nicht Geschmack an alledem.
Als kleines Kind schon hrte ich mit beben:
Nur wer in Wohlstand lebt, lebt angenehm.
Da preist man uns das Leben grosser Geister
Das lebt mit einen Buch und nichts im Magen.
In einer Hütte, daran Ratten nagen.
Mir bleibe man vom Leib mit solchem Kleister.
Das simple Leben lebe wer da mag,
ich habe (unter uns) genug davon.
Kein Vögelchen von hier bis Babylon
vertrüge diese Kost nur einen Tag.
Wass hilft da Freiheit, es ist nicht bequem,
Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.
Die Abenteurer mit dem kühnen Wesen,
und ihrer Gier, die Haut zu Markt zu tragen
die stets so frei sind und die Wahrheit sagen
damit die Spieszer etwas Kühnes lesen.
Wenn man sie sieht wie das am Abend friert,
mit kalter Gattin stumm zu Bette geht.
Und horcht, ob niemand klatscht und nichts versteht
und trostlos in das Jahr fünftausend stiert.
Jetzt frag ich Sie nur noch: ist das bequem?
Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.
Ich selber könnte mich durchaus begreifen,
wenn ich mich lieber grosz und einsam sähe.
Doch sah ich solche Leute aus der Nähe,
da sagt' ich mir: Das musst du dir verkneifen
Armut bringt auszer Weisheit auch Verdruss,
und Kühnheit auszer Ruhm auch bittre Mühn.
Jetzt warst du arm und einsam, weis und kühn
jetzt macht du mit der Grösze aber Schluss.
Dann löst sich ganz von selbst das Glücksproblem,
Nur wer in Wohlstand lebt, lebt angenehm.